Design Thinking im Versicherungskontext – dass beides gut zusammenpasst hat ein gemeinsames SUGAR-Projekt von KIT-Studierenden und HUK-COBURG gezeigt. Entstanden ist der „KV-o-Mat“, eine Entscheidungshilfe zur Wahl der passenden Krankenversicherung. Diese steht seit Ende letzten Jahres online auf huk.de zur Verfügung.

„Wie können wir die private Krankenversicherung für junge Menschen attraktiver machen?“ war die Ausgangsfrage des gemeinsamen Design Thinking-Projekts. Neun Studierende des KIT sowie des Hasso-Plattner-Instituts Potsdam und Experten der HUK-COBURG waren daran beteiligt. Zunächst einmal betrachteten die Studierenden die eigene Altersgruppe.

Das Team präsentiert auf kreative Art und Weise Ideen zur Lösung ihres Projektes

Ganz im Sinne des Design Thinking-Ansatzes ging es darum, den Menschen und sein Problem zu verstehen. „Zu kompliziert“, „die private Krankenversicherung ist viel zu teuer“ oder „mich zu informieren, ist mir zu viel Aufwand, da bleibe ich lieber bei meiner alten Versicherung“, waren Rückmeldungen der Befragten.

Fazit: Das Thema Krankenversicherung selbst muss zunächst einmal transparent und verständlich gemacht werden. Und das ohne viel Vorwissen zu den jeweiligen Voraussetzungen oder Leistungen. Mit diesen Erkenntnissen ging es an die Arbeit. Die HUK-COBURG stellte dem Team dabei die fachlichen Informationen zur Verfügung. Im Anschluss machte sich das Projektteam an die Arbeit und entwickelte in neun Monaten viele Ideen und 40 Prototypen. Vier davon wurden detailliert und zwei komplett ausgearbeitet. Eines davon war der KV-o-Mat.

Bei einem Meilenstein-Event begutachten Unternehmenspartner und Dozenten die Ideen

In Anlehnung an den Wahl-o-Mat bei Wahlen ermittelt der KV-o-Mat, welche Krankenversicherung zu der jeweiligen Person passt. „Ist eine Beitragsrückerstattung gewünscht, wenn keine Leistung in Anspruch genommen wurde?“, „Sollen Kinder kostenfrei mitversichert werden?“ – 15 Fragen geben Orientierung bei der Frage: Privat oder gesetzlich versichern?

Das HUK 2016/17 Team bei derAbschlusspräsentation in St. Gallen (CH)

Das Ergebnis des SUGAR-Projektes hat auf ganzer Linie überzeugt: Die Anwendung ist intuitiv bedienbar und bietet einen ganz neuen Einstieg in das Thema Krankenversicherung. Besonders wertvoll an der Zusammenarbeit mit dem KIT ist für uns, dass wir hier den Blick von außen auf unsere Angebote bekommen. Es geht darum, Dinge einmal ganz neu zu betrachten. Durch die Zusammenarbeit sind viele spannende Erkenntnisse und Ideen entstanden. Einer weiteren Zusammenarbeit zwischen HUK-COBURG und dem KIT bzw. dem SUGAR-Projekt sollte daher auch langfristig nichts im Wege stehen.

Der HUK KV-O-Mat zum ausprobieren: https://www.huk.de/anwendung/kvomat/ihre-angaben